Schriftquellen und Inschriften

Öffnet internen Link im aktuellen FensterCassius Dio XLIII 22,3.
Öffnet internen Link im aktuellen FensterRom, CIL VI 631; ILS 5084.
CIL IV 2508.
Öffnet internen Link im aktuellen FensterVenosa, CIL IX 466.
Grabinschrift des Smaragidus aus Gades (?) in Brescia; Notizie degli Scavi 1907, 720:

Smaragido murmilloni (h)oiplomaca(!) n(atione) Gadit(a)no fecit coniu(nx)

Lit.:

InscrIt X 5, 305 = EAOR-02, 41 = ILS 9343 = AE 1908, 222 (Öffnet externen Link in neuem FensterEDR):

Smaragido murmilloni (h)oiplomacario l(i)bero Tic(h)e coniu(gi)

Lit.:

Kommentar: Bemerkenswert ist die nicht häufige Ausübung zweier armaturae, nämlich des murmillo und des hoplomachus.

Darstellungen

Begram, bemalter Glasbecher, Paris, Musée Guimet (Bild: wikimedia).
Bemaltes Glas mit Darstellung eines Hoplomachos; FO: Begram (Afghanistan); AO: Paris, Musée Guimet 18117.

Lit.: Pierre Cambon - Jean-François Jarrige (Hrsg.), Afghanistan. Les trésors retrouvés; collections du Musée National de Kaboul; Musée National des Arts Asiatiques-Guimet, 6 décembre 2006-30 avril 2007(Paris 2006); Gerettete Schätze - Afghanistan. Die Sammlung des Nationalmuseums in Kabul; Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, 11. Juni bis 3. Oktober 2010 (Bonn 2010).

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikimedia

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikipedia

Bemalter Glasbecher mit Darstellungen von Gladiatorenkämpfen und Tierkämpfen (Photo: Met. Mus. New York)
Bemaltes Glas mit Darstellung von Gladiatoren- und Tierkämpfen; AO: New York, Metropolitan Museum 22.2.36, .37

Das Glas stammt aus einer Privatsammlung, soll aber aus Ägypten stammen.

Auf seiner Außenseite sind drei horizontale Dekorzonen sichtbar: Oben ist nur ein Teil eines vertikalen Objekts – möglicherweise ein Bein mit Fuß – in Gelb und Rot erhalten.

In der Mitte zwei Gladiatorenpaare, das linke mit Rundschilden, das andere mit länglichen Schilden. Links besiegt ein Gladiator in blauer Tunika seinen rot gekleideten Gegner, der den Schild fallen lässt und nach hinten stürzt. Sein blauer Rund- bzw. Ovalschild ist bereits zu Boden gefallen. Er trägt einen Helm mit breiter Krempe, erhaltungsbedingt ist ein Helmaufsatz nicht mehr erkennbar. Sein Visier ist sehr summarisch angegeben. Beide Arme sind bandagiert, in seiner rechten Hand hält er ein kurzes Schwert, mit der linken hielt er den Schild. Allerdings ist keine Hand erkennbar: Sollte dargestellt sein, dass die Hand abgeschlagen ist? Die Beine sind nicht bandagiert, es sind lediglich halbhohe Stiefel erkennbar. Ungewöhnlich ist sein brauner Panzer, der unter seinem Hals einen V-förmigen Ausschnitt zeigt und bis auf seine Oberschenkel reicht. Von seinem Gegner ist allein der runde Schild sichtbar und der ihn haltende Arm. Daneben sind noch Reste der blau dargestellten Panzerung erkennbar. Der fallende Gladiator gehört in die Gruppe der schwer bewaffneten Gladiatoren und trug einen runden Schild sowie ein kurzes Schwert, dies sind die den Öffnet internen Link im aktuellen FensterHoplomachus auszeichnenden Merkmale, andere Charakteristika weichen jedoch ab: so die ungewöhnlicherweise fehlenden Beinschienen und die fehlende Lanze. Sein Gegner dürfte ein Öffnet internen Link im aktuellen FensterMurmillo mit großem ovalem Schild gewesen sein.

Über und zwischen ihnen ein Siegeskranz, zu beiden Seiten kleine griechische Buchstaben, womöglich die Namen der Gladiatoren; rechts sind die Gladiatoren noch im Kampf begriffen, der linke trägt Gelb, wobei auch sein linkes Bein bedeckt ist; vom Gegner ist nur der große Schild erhalten.

Vom rechts sichtbaren Gladiator fehlen Helm, Kopf und Schulterpartie. Auch er ist schräg von vorne sichtbar und weicht leicht zurück, befindet sich also in der Defensive. In seiner Linken hält er einen kleinen gewölbten Rechteckschild. Sein Oberkörper ist gepanzert, ein subligaculum bedeckt seinen Unterkörper, um die Taille ist ein grünlicher Gurt angegeben. Beide Knie sind gepanzert, während sein linker Oberschenkel ungeschützt ist. Sein rechter Oberschenkel ist durch die dunklere Farbe als geschützt hervorgehoben. Daneben ist noch seine rechte Hand erhalten. Bei ihm handelt es sich um einen Öffnet internen Link im aktuellen FensterThraex.

Unten ist eine Tierjagd dargestellt mit zwei Großkatzen auf der linken Seite – einem blau getupften Leoparden und einem ockergelben Löwen – sowie zwei nach links fliehenden Hirschen, von denen einer von hinten vom Löwen angegriffen wird.

Lit.: Gustav Eisen - Fahim Kouchakji, Glass. Its origin, history, chronology, technic and classification to the sixteenth century, I (New York 1927) 405 Taf. 102.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterChieti, Grabbau des C. Lucius Storax
Pompeji, Öffnet internen Link im aktuellen FensterGrabbau des N. Festius Ampliatus:

Lit.: V. Kockel, Die Gräberstraße vor dem Herculaner Tor in Pompeji (Mainz 1983) Taf. 20 Abb. I Mitte.

Bronzestatuette eines hoplomachus, Berlin, Staatl. Museen, Antikensammlung.
Bronzestatuette; AO Berlin, Staatliche Museen 1958.4:

Lit.: H. Pflug, Helm und Beinschiene eines Gladiators, in: Antike Helme. Sammlung Lipperheide und andere Bestände des Antikenmuseums Berlin (Mainz 1988) 369 Abb. 5; M. Junkelmann, Das Spiel mit dem Tod. So kämpften Roms Gladiatoren (Mainz 2000) 123 Abb. 190.

Tonlampe; AO: Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe, Inv. 1906.27:

Lit.: M. Junkelmann, Familia Gladiatoria, in: E. Köhne - C. Ewigleben (Hrsg.), Caesaren und Gladiatoren. Die Macht der Unterhaltung im antiken Rom, Begleitbuch zur Ausstellung Historisches Museum der Pfalz Speyer, 9. Juli bis 1. Oktober 2000 (Mainz 2000) 54 Abb. 28.

Waffenfunde

Rundschild; AO: Neapel, Mus. Naz., inv. 5669:

Literatur: M. Junkelmann, Familia Gladiatoria, in: E. Köhne - C. Ewigleben (Hrsg.), Caesaren und Gladiatoren. Die Macht der Unterhaltung im antiken Rom, Begleitbuch zur Ausstellung Historisches Museum der Pfalz Speyer, 9. Juli bis 1. Oktober 2000 (Mainz 2000) 62 Abb. 44.

Literatur

Ch. Daremberg - E. Saglio (Hrsg.), Dictionnaire des Antiquités Grecques et Romaines, II 2 (Paris 1918) 1585 Abb. 3577 (G.Lafaye).

Öffnet externen Link in neuem FensterRE Suppl. III (Stuttgart 1918) 777 s. v. gladiatores (Konrad Schneider): der frühere Öffnet internen Link im aktuellen FensterSamnit, seit der frühen Kaiserzeit, Bewaffnung der Samniter, Helm mit Krempe und Busch, also anders als beim Öffnet internen Link im aktuellen Fenstersecutor, Gegner war der Öffnet internen Link im aktuellen Fensterthraex.

F. Coarelli, Studi Miscellanei 10, 1963-64 (1966) 89-90.