Constantius II, 337-361 n.Chr. Gold Solidus aus Rom, 355-357. Dreiviertelbüste mit Helm und Diadem. Rs. mit thronenden Personifikationen der Roma und der Constantinopolis mit einem Schild.

Constantius wurde im Jahr 317 als Sohn von Öffnet internen Link im aktuellen FensterKonstantin dem Großen und seiner Frau Fausta geboren. Seine Brüder waren die späteren Kaiser Öffnet internen Link im aktuellen FensterKonstantin II. und Öffnet internen Link im aktuellen FensterConstans, als Schwestern hatte er die beiden Mädchen Helena und Constantina. Constantius wurde im November 324, d.h. im Alter von 7 Jahren, von seinem Vater zum Caesar (Unterkaiser) ernannt und wohl mit der Verwaltung des östlichen Reichsteils betraut. In den anderen Reichsteilen waren zunächst zwei seiner Brüder Kaiser geworden, welche er bis 350/53 ausschaltete und dann Kaiser im gesamten Römischen Reich wurde. Im Jahre 353 feierte er in Arles sein 30-jähriges Thronjubiläum mit Spielen im Theater und im Zirkus. Am 3. November 361 starb er in Mopsukrenai in Kilikien.

Schriftquellen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterAmmianus Marcellinus VI 10,17.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterAmmianus Marcellinus XIV 5,1.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterAmmianus Marcellinus XVI 10,13-14.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterAmmianus Marcellinus XVII 4,1-23.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterLudi Adiabenis victi

Öffnet internen Link im aktuellen FensterLudi Persici

Öffnet internen Link im aktuellen FensterLudi Sarmatici

Öffnet internen Link im aktuellen FensterEpigraphische Belege

Öffnet internen Link im aktuellen FensterLiteratur

Schriftquellen

Öffnet externen Link in neuem FensterAmmianus Marcellinus XIV 5,1: Arles, Spiele bei seinem Aufenthalt.

Ammianus Marcellinus XVI 10,13-14:

Proinde Romam ingressus imperii virtutumque omnium larem, cum venisset ad rostra, perspectissimum priscae potentiae forum, obstupuit perque omne latus quo se oculi contulissent miraculorum densitate praestrictus, ... cum equestres ederet ludos, dicacitate plebis oblectabatur nec superbae nec a libertate coalita desciscentis, reverenter modum ipse quoque debitum servans. 14 non enim, ut per civitates alias, ad arbitrium suum certamina finiri patiebatur, sed ut mos est variis casibus permittebat. Deinde intra septem montium culmina per adclivitates planitiemque posita urbis membra conlustrans et suburbana, quicquid viderat primum, id eminere inter alia cuncta sperabat: Iovis Tarpei delubra, quantum terrenis divina praecellunt: lavacra in modum provinciarum exstructa: Öffnet internen Link im aktuellen Fensteramphitheatri molem solidatam lapidis Tiburtini compage, ad cuius summitatem aegre visio humana conscendit: Pantheum velut regionem teretem speciosa celsitudine fornicatam: elatosque vertices scansili suggestu consulum et priorum principum imitamenta portantes, et Urbis templum forumque Pacis et Öffnet externen Link in neuem FensterPompei theatrum et Odeum et Öffnet internen Link im aktuellen FensterStadium aliaque inter haec decora urbis aeternae.

„Nach seinem Einzug in Rom, der Heimstatt des Reiches und aller Tugenden, kam der Kaiser zur Rednerbühne. Da setzte ihn das Forum, das die ehemalige Macht deutlich erkennen lässt, in Erstaunen. .... Wenn er Reiterspiele veranstaltete, erfreute er sich vielfach an den Späßen des Volkes. Er wurde nicht übermütig, wich aber auch nicht von seinem angeborenen Freimut ab, und er selbst wahrte auch mit Achtung das schuldige Maß. So ließ er die Wetkämpfe nicht wie in anderen Städten nach seinem Gutdünken beenden, sondern überließ dies, wie es Sitte ist, den verschiedenen Zufällen. Dann besichtigte er zwischen den Gipfeln der 7 Berge die Teile der Stadt, die sich über Abhänge und Ebenen hinziehen, und ihre Umgebung. Er meinte, alles, was er eben sah, rage über alles andere hinaus: der Tempel des Jupiter Tarpeius, so erhaben, wie das Göttliche hoch über dem Menschlichen steht; die Bäder, so groß wie ganze Provinzen; der gewaltige Bau des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAmphitheaters, festgefügt aus tiburtinischen Quadern, zu dessen höchstem Punkt kaum je der menschliche Blick hinreicht; das Pantheon, wie eine abgerundete Stadtgegend, gewölbt in hoher Schönheit; die hochragenden Säulen mit ihren im Innern nach oben führenden Wendeltreppen, die Standbilder früherer Kaiser tragen, der Tempel der Stadt, das Forum des Friedens, das Öffnet externen Link in neuem FensterTheater des Pompeius, das Odeum, das Öffnet internen Link im aktuellen FensterStadion und andere Zierden der Stadt.” (Übers. nach W. Seyfarth)

 Öffnet internen Link im aktuellen FensterAmmianus Marcellinus VI 10,17; Öffnet internen Link im aktuellen FensterXVII 4,1-23:Rom, Circus maximus.

Ludi Adiabenis victis; InscrIt XIII 2,43; Kalender des Polemius Silvius

Die Spiele fanden am 31. Januar statt und bestanden aus ludi circenses.

Lit.: A. Degrassi, Inscriptiones Italiae, XIII - Fasti et Elogia, fasc. II - Fasti anni Numani et Ivliani accedunt ferialia, menologia rustica, parapegmata (Rom 1963) 402;404; M.R. Salzmann, On Roman time. The codex-calendar of 354 and the rhythms of urban life in late antiquity (Berkeley - Oxford 1990) 137-138.

Ludi Persici; InscrIt XIII 2,42, Kalender des Philocalus

Lit: A. Degrassi, Inscriptiones Italiae, XIII - Fasti et Elogia, fasc. II - Fasti anni Numani et Ivliani accedunt ferialia, menologia rustica, parapegmata (Rom 1963) 457; M.R. Salzmann, On Roman time. The codex-calendar of 354 and the rhythms of urban life in late antiquity (Berkeley - Oxford 1990) 137-138; Peter Herz, Neue Forschungen zum Festkalender der römischen Kaiserzeit, in: H. Cancik - Konrad Hitzl (Hrsg.), die Praxis der Herrscherverehrung in Rom und seinen Provinzen (Tübingen 2003) 58-59.

Ludi Sarmatici; InscrIt XIII 2,42, Kalender des Philocalus; InscrIT XIII 2,43, Kalender des Polemius Silvius

Die Spiele fanden vom 25. November bis zum 1. Dezember statt und bestanden aus ludi und ludi circenses. Ungewöhnlich ist die Länge der Spiele von 7 Tagen. Sie gehen auf einen Sieg zurück, den Constantius II. zusammen mit seinem VaterÖffnet internen Link im aktuellen Fenster Konstantin d.Gr. errungen hatte.

Lit: A. Degrassi, Inscriptiones Italiae, XIII - Fasti et Elogia, fasc. II - Fasti anni Numani et Ivliani accedunt ferialia, menologia rustica, parapegmata (Rom 1963) 532; J. Arce, The inscription of Troesmis (ILS 274) and the first victories of Constantius II. as Caesar, ZPE 48, 1982, 245-249; T.D. Barnes, Two victory titles of Constantius, ZPE 52, 1983, 229-235; J. Arce, Constantius II. Sarmaticus and Persicus: a reply, ZPE 57, 1984, 225-229; M.R. Salzmann, On Roman time. The codex-calendar of 354 and the rhythms of urban life in late antiquity (Berkeley - Oxford 1990) 137-138.