Quellen
Expositio totius mundi et gentium, 49:
Nicomedia vero et ipsa eminens et admirabilis et omnibus habundas et habens opus publicum optimum basilicam antiquam, qua divinum ignem de caelo descendisse et combussisse eam dicunt: et condita est postea a Constantino. Habet autem et circenses, structuram valde bonam, in qua eminet circensium spectaculum diligentius spectatur.
„Auch Nikomedia selbst ist bedeutend und bemerkenswert; es bietet einen Überfluss an allem und verfügt mit einer alten Basilika über ein hervorragendes öffentliches Bauwerk, von dem es heißt, dass göttliches Feuer vom Himmel herabkam und es verzehrte. Später wurde sie von Konstantin wiederaufgebaut. Die Stadt besitzt zudem einen Zirkus – ein sehr schönes Bauwerk –, in dem Zirkusspiele veranstaltet werden, die mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden.”
Lit.: A. Riese (Hrsg.), Geographi latini minores (Heilbronn 1878; ND Hildesheim 1995) 117.
Malalas XIV 20 (363 Dindorf).
Maße
Beschreibung
Archäologische Reste des Zirkus sind unbekannt. Nach der Zerstörung Nikomedias durch ein Erdbeben wurde die Stadt mit Unterstützung von Kaiser Theodosius I. unter ausdrücklichem Einschluss von Theater und Stadien, worunter wohl auch der Zirkus zu verstehen ist, wiederaufgebaut.
Literatur
C. Heucke, Circus und Hippodrom als politischer Raum. Untersuchungen zum großen Hippodrom von Konstantinopel und zu entsprechenden Anlagen in spätantiken Kaiserresidenzen, Altertumswissenschaftliche Texte und Studien, 28 (Hildesheim - Zürich - New York 1994) 319-323.
